Skeleton -
Bot Phase 1
Anfang
Oktober
startete ein
Contest zum
Thema "Olympic Characters" auf 3dattack .
Eine der Bedingungen war, daß man mit der Software CINEMA 4D
arbeiten
muss.
Das war genau nach meinem Geschmack, da ich zwar schon einige
Figuren erstellt und animiert habe, aber noch nie mit der Software, mit
der ich auch in die 3D Welt gestartet bin und die ich seit über 10
Jahren benutze.
Der Contest findet in 3 Etappen statt:
1. Zeichnung,
Malerei der Figur
2.
Erstellen der Figur in der 3D Software CINEMA 4d V 9
3.
Animieren der Figur
Ich fand das Thema sehr interessant und habe mich entschlossen auch
daran teilzunehmen.
In der ersten Runde ging es nur um den Entwurf des Characters.
Ich weiß nicht mehr genau warum, aber ich habe mich entschlossen
einen
Kugelstosser
zu erstellen.
Hier die
ersten
Skitzen:
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Nach
diesem ersten
Entwurf
dachte ich aber weiter nach, da ich diese Figur möglichst
realistisch
animieren wollte. Da ein Kugelstosser meistens sehr muskulös ist,
benötigte ich in der Software eine Muskelsimulation.
Da die Zeit aber sehr knapp bemessen war, wußte ich nicht, ob ich
rechtzeitig eine geeignete Lösung finden würde. Um auf Nummer
sicher
gehen zu können, habe ich mich dann entschlossen, einen anderen
Charakter einzusenden. Da ich mich zu diesem Zeitpunkt sehr intensiv
mit dem
Knochenbau der menschlichen Anatomie befasst habe und dementsprechend
auch Kenntnisse über dieses Thema hatte, beschloß ich, ein
Skelett zu
entwerfen. Ich wollte aber kein menschliches Skelett entwerfen, wie es
in den zahlreichen, gelesenen Büchern vorkommt, da ich nicht
plaggieeren wollte und es schon unzählige Skelette in 3D gibt. Um
mein
angelesenes Wissen auch zu verstehen, habe ich versucht, in diesem
Projekt eine Figur zu erstellen, bei der es sehr wichtig war, mein
Wissen auch auf andere Formen zu projizieren und mein Wissen anzuwenden
und auch zu testen. Daher habe ich ein "Roboter-Skelett" entworfen, bei
dem die Abmessungen und die Gelenke mit ihren Rotationsachsen analog
zum menschlichen Skelett waren. Wie gut das gelungen ist werde ich erst
in dem letzten Schritt des Contests, der Animation herausfinden :-)
Hier meine
ersten
Skitze dazu:
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| Von
diesen Scribbles
fertigte
ich dann sehr viele an, um zuletzt das Endergebnis zu bekommen: |

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Da
mir aber die
Vorab-Entwürfe
nicht genau genug waren, habe ich dann sehr genaue Detailzeichnungen
des menschlichen Skeletts angefertigt, um an diesen die Gelenke und die
Proportionen zu studieren. Anhand dieser Detailzeichnungen wurden dann
auch die "Roboter-Details" entwickelt, wie man der folgenden Abbildung
entnehmen kann. Ich habe mich dabei an reinen Anatomiewerken (z.T. auch
Anatomie für Künstler, für Mediziner) orientiert und
sogar am
Körperwelten-Material, welches ich zu Promotion-Zwecken bekommen
habe.
Dies alles war notwendig, um möglichst viele Impressionen zu
sammeln,
da ich leider kein echtes Skelett zur Verfügung hatte (aber wer
hat das
schon...).
Das erste Detail, waren die Beine. Diese konnte ich dann anhand meiner
Bücher-Studien in allen Posen zeichnen. Um daraus dann die Beine
meines
Projektes zu zeichnen halfen mir zu den vorangegangenen Studien auch
meine Kenntnisse aus anderen Computer-Projekten, bei denen ich Figuren
mit anderen Softwarepaketen erstellt und animiert habe. Im Computer
fügte ich dann die wichtigsten Zeichnungen zusammen.
Bei der Figur verzichtete ich auf die Kniescheiben, da sie für den
Roboter nicht notwendig sind und sich graphisch einfach nicht in das
Gesamtbild fügten:
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Als
nächstes entwarf
ich die
Arme. Hierbei fasste ich die Handwurzelknochen zu einem Element
zusammen.
Ich überlege noch wie ich später die Drehung der Hand
über das Rotieren
von Speiche und Elle lösen werde:
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Als
nächstes kam
dann der Torso.
Hier reduzierte ich den Brustkorb zu einem Element. Ebenso wurde
mit dem Becken und dem Steiß verfahren:
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Nun
wurde die Zeit
echt knapp,
da die erste Runde ihrer Endphase entgegenstrebte und ich nur noch drei
Tage Zeit hatte, um die endgültigen Bilder für den Contrest
einzureichen. Ich arbeitete dann wie ein Wahnsinniger von Freitag bis
Sonntag und bekam auch zeimlich wenig Schlaf :-)
Am schlimmsten war allerdings der Schädel. Ich muß an dieser
Stelle
ehrlich gestehen, daß ich mich davor doch eher gedrückt
habe, da ich
diesen sehr wichtig finde, da sich in diesem die Mimik des ganzen
Charakters zeigt. Denn von einem unsympathischen Schädel kann auch
ein
perfekt ausgearbeiteter Körper nicht ablenken...
Ein weiteres Problem mit dem Schädel ist, daß sich das
Design nicht vom
Körper abheben darf. Da dieser Körper etwas vereinfacht
wurde, mußte
dies natürlich auch mit dem Schädel geschenhen und davor
hatte ich doch
ein wenig ...Respekt. Da ich mich in dieser Phase nicht mehr
drücken
konnte, und es sehr schade gewesen wäre, die ganze Arbeit für
nichts zu
machen, mußte ich also ran und im nachhinein bin ich doch
verdammt
froh,
daß ich meinen inneren Schweinehund doch überwundert habe.
Das
Ergebniss entspricht zwar nicht 100%ig meinen Vorstellungen, ist aber
dennoch besser als erwartet.
Was meinen Zeitdruck noch verstärkte war die Tatsache, daß
ich die
einzelnen Elemente nicht im Rechner zusammenfügen konnte, da in
diesem
Fall das Licht/Schatten - Verhältnis nicht gestimmt hat und
dadurch die
Zeichnung nicht harmonisch gewirkt hätte.
Die Pose
zeichnete
ich dann im DinA3 Vormat: |

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Da
ich aber auch
noch was
"buntes" wollte, fertigte ich eine relativ schnelle Skitze in einer
anspechenden Pose an. Diese scannte ich ein und colorierte sie
anschließend am Rechner.
Das Resultat
sieht
man hier:
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Fazit
des Projektes:
Ich kam zwar leider nicht unter die ersten 3 Plazierungen, da diese
sehr gut waren. An dieser Stelle: Respekt :-)
Es war aber für mich nicht weiter tragisch, da ich aus diesem
Projekt
sehr viel glernt habe, was für mich doch ein wirklich guter Preis
war.
Meine Anatomiekenntnisse habe ich endlich so vertieft, wie ich es schon
lange vorhatte und zum anderen hatte ich sehr großen Spaß
an der Arbeit
wie schon lange nicht mehr. Durch meinen Beruf und diverser weiterer
Verpflichtungen hat es mir zwischendurch sehr gut getan, auch mal ein
Resultat meiner Arbeit in den Händen zu halten, da ich ja doch
mehr
doziere als produziere :-)
Ich nehme die Runde 2 als große Herausforderung, auf die ich mich
aber
jetzt schon freue. Auch wenn ich weiß, daß ich wieder wenig
Schlaf
bekomme, viel Streß haben werde und der Winterschlaf mich
süß lockt,
werde ich mein bestmögliches tun!
Mein Ziel ist es, auf meiner ERSTEN! Ausstellung im März, Euch
allen
einen Film zu präsentieren, auf den ich Stolz sein kann, und der
Euch
allen eine kleine Freude bereitet oder Euch zum nachdenken bewegt, wer
weiß :-)
(Angaben zum Inhalt können und dürfen zu diesem Zeitpunkt
nicht
verraten werden, bei Zuwiderhandlung komme ich persönlich vorbei
und
.....)
Versprochen, noch heute fange ich mit der Runde 2 an!!!!
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